Jede Geschichte ist wichtig

Sexueller Kindesmissbrauch beim Sport
Kinder und Jugendliche sollen künftig besser vor sexuellem Missbrauch beim Freizeit-, Breiten- und Leistungssport sowie beim Schulsport geschützt werden. Foto: djd/www.aufarbeitungskommission.de/Getty Images/Krista Long

Sexueller Kindesmissbrauch beim Sport:

Betroffene sollten Erfahrungen schildern

Sexuelle Gewalt geschieht in allen Lebensbereichen von Kindern und Jugendlichen: in der Familie, in Institutionen, in der Freizeit – und vor allem auch beim Sport. Sexueller Kindesmissbrauch beim Freizeit-, Breiten- und Leistungssport sowie beim Schulsport ist bisher allerdings noch besonders stark tabuisiert. Ehemalige Sportlerinnen und Sportler kostet es offenbar große Überwindung, über sexualisierte Gewalt zu sprechen. Im Rahmen vertraulicher Anhörungen und schriftlicher Berichte haben einzelne Betroffene gegenüber der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs auch von sexueller Gewalt beim Sport berichtet.

Aufruf an Betroffene, sich bei der Kommission zu melden

Die Kommission möchte weitere wichtige Erkenntnisse gewinnen, damit Kinder und Jugendliche in Zukunft besser geschützt werden können und damit sich in der Gesellschaft etwas ändert. Darum ruft sie erwachsene Betroffene auf, die in Kindheit und Jugend sexueller Gewalt beim Sport ausgesetzt waren, von ihren Erfahrungen zu berichten. Für Betroffene ist es wichtig zu wissen:

  • Die Kommission bietet für die Berichte einen geschützten Rahmen in Form von
    vertraulichen Anhörungen oder von schriftlichen Berichten. Betroffene können sich im Vorfeld unter www.aufarbeitungskommission.de/sport oder telefonisch unter 0800-4030040 kostenfrei und anonym informieren.
  • Die Betroffenen bestimmen selbst, was sie mitteilen möchten. Die Kommission stellt dafür einen sicheren und geschützten Rahmen zur Verfügung. Alles, was die Betroffenen in der Anhörung oder in einem Bericht mitteilen, bleibt vertraulich.
  • Vor der Auswertung der Anhörungen und Berichte werden die Inhalte pseudonymisiert, so dass die Dokumente keine personenbezogenen Daten enthalten. djd