Grünes Licht für E-Scooter

Elektrische Tretroller mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 Stundenkilometern sieht man auf Radwegen und Straßen jetzt häufiger.
Elektrische Tretroller mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 Stundenkilometern sieht man auf Radwegen und Straßen jetzt häufiger. Foto: djd/DEVK

Was die Deutschen von Elektrorollern halten und worauf Halter achten müssen

Sie sind klein, leise und batteriebetrieben: Elektrische Tretroller mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 Stundenkilometern wird man auf Radwegen und Straßen ab sofort häufiger sehen. Der Bundesrat hat den Weg dafür im Mai freigemacht. Doch was halten die Deutschen eigentlich von der neuen Art der Mobilität? Und was müssen E-Scooter Besitzer beachten?

E-Roller vor allem für Jüngere attraktiv

Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK zeigt: 18 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, einen E-Scooter zu kaufen. Überdurchschnittlich hoch ist das Interesse in der Altersgruppe bis 44 Jahre. Fast ein Viertel der 25- bis 34-Jährigen erwägt, einen E-Scooter zu kaufen. Bei Bedarf einen zu mieten, kommt für 13 Prozent der Deutschen in Frage – immerhin für 16 Prozent der Männer. 21 Prozent aller 18- bis 24-Jährigen überlegen, sich einen zu leihen.

Auf die Betriebserlaubnis achten

Bevor Besitzer eines Elektrorollers losfahren können, müssen sie allerdings einiges beachten. So benötigt der Roller eine Betriebserlaubnis vom Kraftfahrtbundesamt und muss mit Licht sowie Klingel ausgestattet sein. Die meisten Modelle, die man heute schon kaufen kann, erfüllen diese Kriterien nicht. Dann dürfen sie nur auf Privatgelände fahren. Wer damit im öffentlichen Raum erwischt wird, den erwartet ein Strafverfahren.

Ein Helm ist sinnvoll

Im Gegensatz zur ursprünglichen Planung des Verkehrsministeriums dürfen E-Scooter nicht auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen fahren. Stattdessen müssen sie auf Fahrradwegen bleiben, oder – wenn es keinen Fahrradweg gibt – auf der Straße. Gefahren werden dürfen die Fahrzeuge ab 14 Jahren. Ein Helm ist ratsam, aber nicht Pflicht.

Erst versichern, dann fahren

Wichtig zu wissen ist auch, dass Halter eine Kfz-Haftpflichtversicherung brauchen. Die Pflichtversicherung gilt oft zu denselben Konditionen wie für Mopeds. Allerdings müssen Besitzer kein Schild anbringen, sondern nur einen Aufkleber – gut sichtbar natürlich. Er gilt bis Ende Februar 2020, dann wird ein neuer Sticker fällig. Den gibt es beispielsweise in jeder DEVK-Geschäftsstelle. Fahrer ab 23 Jahre zahlen bei dem Kölner Versicherer ab Juni bis zum Ende des Versicherungsjahrs einmalig 38,40 Euro für den Haftpflichtschutz. Jüngere Leute haben ein höheres Unfallrisiko und sind teurer unterwegs. Zusätzlich bietet die Assekuranz für Fahrzeuge, die bis zu 2.500 Euro wert sind, eine Teilkaskoversicherung mit 150 Euro Selbstbeteiligung an. Auch VOI-Mietroller versichert das Unternehmen. djd