Eltern sind auch Berufsberater

Wie geht es nach der Schule weiter? Darüber informieren sich junge Erwachsene auch virtuell. Foto: djd/Siemens Professional Education/Getty Images/David Schaffer
Wie geht es nach der Schule weiter? Darüber informieren sich junge Erwachsene auch virtuell. Foto: djd/Siemens Professional Education/Getty Images/David Schaffer

Virtuelle Elternabende geben Informationen zum Berufseinstieg

Die Frage, wie es nach der Schule weitergeht, ist für Abiturient*innen oft nicht so leicht zu beantworten. Soll es eine Ausbildung sein? Ein Studium? Oder doch eine Kombination aus beidem? In vielen Fällen sind die Eltern die ersten Ansprechpartner für dieses Thema und übernehmen sogar ein Stück weit die Rolle eines Berufsberaters.

Dabei begleiten sie ihre Kinder durch den gesamten Prozess der Berufsfindung. Seit Corona-bedingt jedoch viele Veranstaltungen, wie Jobmessen und Informationstage, in den Schulen ausfallen, mit denen sich Eltern und Schüler*innen über verschiedene Berufe informieren können, ist die Orientierung schwieriger geworden. Doch es gibt Alternativen – unter anderem virtuelle Elternabende.

Azubis und Studierende berichten

Diese werden von den ausbildenden Firmen angeboten. „Hier erfahren Mütter und Väter aus erster Hand, was aus Sicht eines Unternehmens bei Berufswahl und Bewerbung zu beachten ist”, erläutert Barbara Ofstad, Ausbildungsleiterin von Siemens Deutschland. “So können die Eltern ihren Nachwuchs informiert beraten.“ Gerade Schulabsolvent*innen, die sich beispielsweise in den Bereichen Mathematik, IT, Naturwissenschaft und Technik – kurz MINT – wohlfühlen, haben in Deutschland vielfältige Möglichkeiten, eine erfolgreiche Karriere zu beginnen. Unter www.ausbildung.siemens.com gibt es einen Jobnavigator, bei dem sich herausfinden lässt, welche MINT-Ausbildungen oder welcher Studiengang infrage kommen könnte. Zudem lädt der Technologiekonzern zu virtuellen Elternabenden ein: Per Chat bieten diese die Möglichkeit, aktuell Studierende oder Auszubildende zu ihren Erfahrungen zu befragen. Beim ersten virtuellen Treffen 2021 wurde außerdem der mehrstufige Auswahlprozess besprochen, den Jobeinsteiger durchlaufen müssen. Ein Vortrag des Motivationstrainers Steffen Kirchner rundete die Veranstaltung ab.

Auf moderne Ausbildung achten

Bei der Entscheidung für einen bestimmten Berufseinstieg sollten Schulabsolvent*innen beim künftigen Arbeitgeber darauf achten, dass dieser in seinen Produkten und Dienstleistungen gerade im Digitalisierungsbereich zukunftsorientiert aufgestellt ist und seine Nachwuchskräfte entsprechend modern ausbildet. Eines ist jedoch besonders wichtig: über welchen möglichen Beruf Kinder und Eltern miteinander sprechen. Erwachsene müssen den Jüngeren genau zuhören und deren Vorstellungen ernst nehmen. Das eigene Interesse sollte dabei immer im Hintergrund stehen. djd