Dentalpflege für Katzen

Für die Dentalpflege bei Katzen gibt es spezielle Zahncremes und -bürsten. Foto: djd/Agila/Sven Brauers
Für die Dentalpflege bei Katzen gibt es spezielle Zahncremes und -bürsten. Foto: djd/Agila/Sven Brauers

Zahnprobleme sind ein häufiger Grund für Tierarztbesuche mit Katzen

Katzen bekommen bereits im Alter von wenigen Wochen ihre ersten Zähne. 26 sind es im Milchgebiss und bis zu 30 Stück im Bleibenden. Die Zähne spielen eine wichtige Rolle für die gesamte Gesundheit der Tiere und verändern sich im Laufe eines Katzenlebens ständig.

Leider entstehen im Gebiss aber oft Probleme. „Tatsächlich sind Zahn- und Zahnfleischerkrankungen häufige Gründe, warum Besitzer mit ihren Tieren in der Praxis vorstellig werden“, weiß Melanie Ahlers, Tierärztin bei der Agila Haustierversicherung.

Vom Maul in den gesamten Körper

Für Menschen und Tiere gilt gleichermaßen: Mund- beziehungsweise Maulpflege ist ein Muss. Wird sie vernachlässigt, bilden sich Beläge und Zahnstein. Darin enthaltene Keime können dazu führen, dass sich das Zahnfleisch rötet und entzündet, Löcher im Gebiss und ein sehr unangenehmer Geruch entstehen. Solche Entzündungen können auch den Körper schädigen: „Über den Blutkreislauf können sich Bakterien aus der Maulhöhle im gesamten Körper verteilen und so auch zu Nieren-, Leber- oder Herzschäden führen“, erklärt die Tierärztin.

Ein bereits geschwächtes Immunsystem, etwa durch virale Infekte, kann Folgeerkrankungen ebenso fördern. Tierärzte müssen dann die individuellen Probleme behandeln und beispielsweise Zähne unter Narkose ziehen oder Medikamente verschreiben. Dadurch können hohe Kosten entstehen, weshalb sich eine spezielle Tierkrankenversicherung für Besitzer lohnen kann. Sie begleicht anfallende Rechnungen, sodass Halter sich auf die Genesung ihrer Lieblinge konzentrieren können.

Früherkennung und Zähneputzen sind das A und O

Wer auf die Zahnhygiene achtet, kann seinen Katzen einige Schmerzen ersparen. Schon ein kleiner Zahn-Check zu Hause hilft: Ist das Zahnfleisch gleichmäßig rosa? Sind noch alle Zähne vorhanden und ohne Belag? Haben die Tiere Mundgeruch? Für die aktive Pflege heißt es dann: Zähneputzen! „Spezielle Zahncremes und -bürsten für Tiere erhalten Besitzer beispielsweise bei ihrem Tierarzt“, empfiehlt Melanie Ahlers. Im ersten Schritt lässt man die Vierbeiner eine Creme vom Finger oder aus der Tube abschlecken.

So gewöhnen sie sich an den Geschmack. Auch können Halter die Tiere mit einem leichten Streicheln der Lippeninnenseite auf das Bürsten vorbereiten. Lassen sie das zu, kann die Zahncreme zunächst mit den Fingern vorsichtig verrieben werden. Erst wenn Katzen daran gewöhnt sind, sollten eine Zahnbürste oder ein spezieller Fingerling zusammen mit der Creme eingesetzt werden, um die Zähne zu reinigen. Darüber hinaus können auch geeignete Futtersorten oder Kauröllchen dabei unterstützen, dass die Tiere mit einem starken und gesunden Gebiss durchs Leben gehen. djd