Corona sorgt für Paketboom

Wenn ein Weihnachtspäckchen bis spätestens am 21. Dezember mittags im Paketshop abgeben wurde, erfolgt ein erster Zustellversuch in jedem Fall noch bis Heiligabend. Foto: djd/www.hermesworld.com/Willing-Holtz
Wenn ein Weihnachtspäckchen bis spätestens am 21. Dezember mittags im Paketshop abgeben wurde, erfolgt ein erster Zustellversuch in jedem Fall noch bis Heiligabend. Foto: djd/www.hermesworld.com/Willing-Holtz

Wie sich Logistikdienstleister auf das Weihnachtsgeschäft einstellen

Die Corona-Pandemie wird einschneidende Auswirkungen auf das Weihnachtsfest mit seinen vielen Traditionen haben. Ob und wie Familientreffen und Gottesdienste stattfinden können, dürfte sich erst kurzfristig entscheiden. Gravierende Konsequenzen hat die Pandemie in jedem Fall auf das Einkaufsverhalten. Einer Umfrage des IFH Köln zufolge geht nur jeder Dritte Befragte davon aus, dass er sein Shoppingverhalten nicht ändern wird. 41 Prozent wollen mehr online einkaufen als bisher. Die Folge: Der Onlineanteil an den privaten Weihnachtseinkäufen könnte 2020 fast mit dem Stationär-Anteil gleichziehen.

Dienstleister sind für den Ansturm gewappnet

“Wir erwarten im Weihnachtsgeschäft rund 120 Millionen Sendungen, das wären etwa 20 Prozent mehr als im Vorjahr”, berichtet Olaf Schabirosky, CEO von Hermes Germany. An Spitzentagen werden demnach bis zu 2,6 Millionen Pakete zugestellt. Um das Volumen bewältigen zu können, seien rund 3.500 zusätzliche Arbeitskräfte und täglich 3.900 zusätzliche Fahrzeuge bundesweit im Einsatz. Die Dienstleister achten streng auf die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen. “Der Gesundheitsschutz sowohl der Zusteller und Zustellerinnen wie auch der Kundinnen und Kunden hat Priorität. Die bisher getroffenen Schutzmaßnahmen wie die kontaktlose Zustellung werden wir konsequent fortsetzen und gegebenenfalls sogar erweitern”, so Schabirosky weiter.

Acht Tipps für das richtige Versenden von Paketen

Auch private Kundinnen und Kunden können dazu beitragen, dass beim Versand ihrer Pakete an Freunde und Verwandte alles klappt. Dazu hat Olaf Schabirosky acht Tipps:

  1. Pakete ohne Außendeko versenden
  2. Pakete für Kinder an die Eltern adressieren
  3. Alte Barcodes auf Kartons unkenntlich machen
  4. Einen stabilen, intakten Versandkarton nutzen
  5. Freiräume im Paket auspolstern
  6. Paketschein in Blockschrift beschreiben
  7. Adressangabe prüfen
  8. Die AGB des Paketdienstleisters beachten, einige Produkte sind vom Versand ausgeschlossen.

Stichtag: 21. Dezember

Weihnachtspäckchen und -pakete sollten bis spätestens 21. Dezember mittags im Paketshop abgegeben worden sein. Dann erfolgt ein erster Zustellversuch auf jeden Fall noch bis Heiligabend. Internationale Sendungen sollten vor dem 15. Dezember auf die Reise gebracht werden. Länderspezifische Informationen finden sich auf www.myhermes.de. “Wie immer gilt: Weihnachtsbestellungen besser frühzeitig tätigen und auch private Sendungen nicht erst auf den letzten Drücker abschicken. So ist eine pünktliche Lieferung meist dann noch gesichert, wenn die Zusteller und Zustellerinnen vom Winterwetter ausgebremst werden sollten”, rät Olaf Schabirosky.djd