Attraktive Berufs chancen für junge Mütter

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Beruf und Familie unter einen Hut bringen: Das ist mit einer Selbstständigkeit etwa im Direktvertrieb besonders gut möglich. Foto: djd/Direktvertrieb.de/Getty Images/Heimsmyndir

Im Direktvertrieb kann man die Arbeitszeiten flexibel einteilen

Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, das ist leichter gesagt als getan. Zwei von drei jungen Müttern bevorzugen daher eine Teilzeittätigkeit, hat eine Studie des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland (BDD) ergeben. Wer sein eigener Chef ist, kann sich die Arbeitszeiten frei einteilen und mit dem Partner koordinieren – wichtig etwa um die Kinderbetreuung sicherzustellen. Gleichzeitig bietet die Selbstständigkeit die Möglichkeit, sich auch beruflich zu verwirklichen. Die freie Zeiteinteilung (31 Prozent) und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (27 Prozent) sind laut Studie die wichtigsten Argumente, die junge Mütter für eine selbstständige Tätigkeit anführen. Frauen mit Verkaufstalent und Freude am Kommunizieren beispielsweise finden im Direktvertrieb spannende Aufgaben. Egal ob Haushaltselektronik, Küchenmaschinen oder Bekleidung, die unterschiedlichsten Produkte werden heute direkt im Zuhause des Verbrauchers präsentiert.

Vom Finanzamt bis zur Krankenkasse

Bewerberinnen und Bewerber jeden Alters finden im Direktvertrieb sehr gute Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten vor. Vor dem Start in die Selbstständigkeit ist jedoch eine Reihe von Formalitäten zu beachten. In der Regel reicht hierfür eine bloße Anzeige beim Gewerbeamt, das dann das Finanzamt und die Industrie- und Handelskammer informiert. Bei Geringverdienern fallen zunächst keine IHK-Beiträge an. Nicht zu vergessen die Krankenversicherung und die soziale Absicherung: Selbstständige müssen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, wenn sie auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind und keine Arbeitnehmer beschäftigen. Ausgenommen davon sind jedoch Geringverdiener und auf Antrag auch besser verdienende Existenzgründer. Bei der Krankenversicherung besteht die Wahl zwischen einem privaten Schutz oder – unter bestimmten Voraussetzungen – der Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse. Unter www.direktvertrieb.de gibt es dazu ein nützliches Merkblatt, das alle wichtigen Schritte beim Start in die Selbstständigkeit aufzählt.

Das Hobby zum Beruf machen

„Den Sprung ins kalte Wasser brauchen junge Existenzgründerinnen jedoch nicht zu fürchten: Die Unternehmen, die im Verband Mitglied sind, bieten Einsteigern umfassende Unterstützungen sowie Schulungen an und begleiten sie auf ihrem Erfolgsweg. Hilfestellung gibt der Verband auch. Ein weiterer Vorteil: Trotz Selbstständigkeit gehen sie kein finanzielles Risiko ein, denn BDD-Unternehmen sind verpflichtet, nicht verkaufte Waren zurückzunehmen“, erklärt Jochen Acker, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland e.V. djd