Andere Länder, andere Regeln

Über die Regelungen und Gegebenheiten im jeweiligen Urlaubsland und in den Ländern, die man auf dem Weg dorthin passiert, sollte man sich im Vorfeld gründlich informieren.
Über die Regelungen und Gegebenheiten im jeweiligen Urlaubsland und in den Ländern, die man auf dem Weg dorthin passiert, sollte man sich im Vorfeld gründlich informieren. Foto: djd/Itzehoer Versicherungen

Autofahrer sollten sich vor dem Start in den Auslandsurlaub gut informieren

Viele Familien werden in den Ferien wieder mit dem Auto in den Urlaub fahren, oftmals geht die Reise ins europäische Ausland. „Über die Regelungen und Gegebenheiten im jeweiligen Urlaubsland und in den Ländern, die man auf dem Weg dorthin passiert, sollte man sich im Vorfeld gründlich informieren“, rät Thiess Johannssen von den Itzehoer Versicherungen.

Wer gegen Verkehrsregeln im Ausland verstoße, müsse je nach Vergehen mit teilweise deutlich höheren Bußgeldern rechnen, als man es aus Deutschland gewohnt sei. Auf eine Nicht-Vollstreckung von Bußgeldern aus dem Ausland sollte man nicht mehr hoffen. „Innerhalb der EU werden Geldbußen ab einer Grenze von 70 Euro auch in Deutschland nachverfolgt und vollstreckt, bei Strafen aus Österreich sogar schon ab 25 Euro“, so Johannssen. Übersichten zu den Verkehrsregeln im Ausland haben etwa der ADAC oder der Automobilclub von Deutschland (AvD) auf ihren Websites zusammengestellt. Hier die wichtigsten Vorschriften:

  • Fuß vom Gas: In Deutschland ist die Debatte um ein Tempolimit auf Autobahnen in vollem Gange – in den meisten europäischen Ländern gibt es solche Beschränkungen längst. Wer sich nicht daran hält, muss teilweise mit drastischen Bußgeldern rechnen. In Italien werden mindestens 170 Euro fällig, in der Schweiz mindestens umgerechnet 155 Euro. Auf Autobahnen in den beliebtesten Urlaubsländern gilt entweder eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h (Niederlande, Österreich, Frankreich, Italien, Kroatien, Dänemark) oder von 120 km/h (Spanien, Portugal, Schweiz, Belgien).
  • Don’t drink and drive: Alkohol am Steuer ist in keinem europäischen Land ein Kavaliersdelikt, sondern wird meist mit hohen Bußgeldern geahndet. In Tschechien und Ungarn gilt die 0,0-Promillegrenze, in den meisten europäischen Ländern liegt die Grenze bei 0,5 Promille, so auch in Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Wer in Italien einen Aperol zu viel getrunken hat, muss mit einem Bußgeld von mindestens 530 Euro rechnen.
  • Hände weg vom Smartphone: Ablenkung durch Telefonieren mit dem Smartphone oder Tippen von Nachrichten während der Fahrt dürfte mittlerweile für viele Unfälle verantwortlich sein, die Dunkelziffer ist hoch. Entsprechend drastisch fallen in vielen europäischen Ländern die Strafen aus. In Italien werden mindestens 160 Euro fällig, wenn man mit dem Smartphone am Ohr erwischt wird, in Spanien sind es sogar mindestens 200 Euro.
  • Licht an, auch am Tag: In zahlreichen Ländern müssen Autofahrer im Ausland ganzjährig auch tagsüber auf allen Straßen das Abblendlicht einschalten, Lichtmuffel müssen mit teilweise hohen Bußgeldern rechnen. djd