100 bewegte Jahre – 100 Geschichten

Augmented Reality: Mithilfe der neuen Ausstellungs-App kann man sich selbst während eines Flugs mit dem Glücksdrachen Fuchur filmen oder fotografieren.
Augmented Reality: Mithilfe der neuen Ausstellungs-App kann man sich selbst während eines Flugs mit dem Glücksdrachen Fuchur filmen oder fotografieren. Foto: djd/Bavaria Filmstadt 2019

Die Bavaria Film feiert mit einer Jubiläumsausstellung 100. Geburtstag

Große Stars, spannende Geschichten, einmalige Exponate: Anlässlich des 100. Geburtstags entstand im neuen Filmstadt-Atelier die Ausstellung „Bavaria Film – eine interaktive Zeitreise durch 100 bewegte Jahre Film und Fernsehen“. Präsentiert wird auf 1.500 Quadratmeter die Geschichte der Bavaria Film gestern, heute und morgen.

Großes Kino und erfolgreiche Serien

Bereits in den 20er-Jahren entstanden im ersten Filmatelier Süddeutschlands, einem Glasbau, sieben Filme pro Jahr. Internationale Filmgrößen wie Alfred Hitchcock – der 1925 in Geiselgasteig seinen ersten Stummfilm drehte – , Stanley Kubrick, Steve McQueen oder Richard Attenborough prägten später die Geschichte. Für Billy Wilders Screwball-Komödie „Eins, Zwei, Drei“ wurden 1961 zwei benachbarte Studios zum neuen Studio 4/5 zusammengelegt – die große Fläche benötigte man für das nachgebaute Rollfeld des Flughafens Tempelhof. Im gleichen Studio entstand 1972 das mit acht Oscars ausgezeichnete Film-Musical „Cabaret“. Später inszenierte Wolfgang Petersen hier den Welterfolg „Die unendliche Geschichte“.

In den 60er-Jahren entwickelten die kreativen Köpfe des Unternehmens legendäre Serienformate. Darunter die Kultserie „Raumpatrouille – die phantastischen Abenteur des Raumschiffes Orion“ oder die Krimiserien „Isar 12“ und „Graf Yoster gibt sich die Ehre“. Der originale Rolls-Royce des Grafen steht übrigens in der Jubiläumsausstellung. Fernsehgeschichte schrieb 1980 auch das Enfant terrible Rainer Werner Fassbinder mit dem 13-Teiler „Berlin Alexanderplatz“. Die Kulissenstraße „Berliner Straße“ wurde dafür mit echten Straßenbahnschienen ausgestattet, die heute noch zu sehen sind.

Eine interaktive Zeitreise

Vom Stummfilm zum Tonfilm, vom Schwarz-Weiß-Bild zum Farbbild, vom Kino zum Fernsehen, von der analogen Welt ins digitale Zeitalter: Die Jubiläumsausstellung nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise. Was 1919 mit einem Glasatelier begann, ist heute ein moderner Bewegtbild-Campus, auf dem vieles entsteht, was man aus dem Kino oder Fernsehen kennt. Während einer Führung über den Medienstandort und beim Besuch der neuen Jubiläumsausstellung taucht man ein in die Welt der Film- und Fernsehprofis. Begleitet wird die Ausstellung von zwei Gratis-Apps mit Bonus-Material, einem Film-Quiz und Augmented-Reality-Angeboten. djd