Was tun, wenn Hund oder Katze humpeln?

Apportieren, spielen, trainieren - das macht Hund und Halter Spaß, kann aber auch zu Verletzungen führen. Foto: djd/HeelVet/Sonja Bell
Apportieren, spielen, trainieren - das macht Hund und Halter Spaß, kann aber auch zu Verletzungen führen. Foto: djd/HeelVet/Sonja Bell

Prellungen und andere Verletzungen von Vierbeinern sofort richtig versorgen

„Hol den Ball!“ Das Spielen, Trainieren und Herumtoben mit dem geliebten Hund gehört für viele Halter gerade in der warmen Jahreszeit zu den täglichen Highlights. Die Bewegung an der frischen Luft tut sowohl Mensch als auch Tier gut.

Umso größer ist der Schreck, wenn plötzlich mitten im vollen Lauf oder nach einem tollkühnen Sprung ein klägliches Jaulen ertönt und der Vierbeiner humpelnd angeschlichen kommt. Auch Katzen tragen von ihren Streifzügen im Freien oder couragierten Kletteraktionen mitunter Blessuren davon. Sie äußern sich dadurch, dass sich das Tier immer wieder die betroffene Partie leckt, hinkt oder eine Schonhaltung einnimmt.

Schwellungen und Entzündungssymptome

In den meisten Fällen liegt eine akute Verletzung des Bewegungsapparates vor – wie Zerrungen, Verstauchungen oder Prellungen sowie Schürf-, Schnitt- oder Bisswunden. Ursachen sind beispielsweise Stürze, Unfälle bei Spiel und Sport oder Rangeleien mit anderen Vierbeinern. An der fraglichen Stelle lässt sich dann oft eine erste Schwellung ertasten. Später treten die klassischen Anzeichen einer Entzündung auf: Rötungen, Wärme, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Viele Tipps und hilfreiche Videos hierzu finden sich unter www.vetepedia.de. Auch wenn eine Blessur zunächst harmlos erscheint, sollte sie von einem Tierarzt untersucht werden, um einen unkomplizierten Heilungsverlauf zu gewährleisten und Spätfolgen zu vermeiden. Bei der Behandlung leichter bis mittelschwerer Verletzungen haben sich biologische Tierarzneimittel wie Traumeel ad us. vet. bewährt. Die aufeinander abgestimmten Einzelsubstanzen, darunter Beinwell, Ringelblume und Arnika, haben schmerzlindernde, entzündungshemmende sowie abschwellende Effekte. Dabei sind sie gut verträglich und dürfen mit anderen Medikamenten kombiniert werden.

SOS-Maßnahmen kennen

Allerdings sollten Tierhalter schon vor dem Tierarztbesuch mit den richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen vertraut sein. Die wichtigste Regel lautet: Ruhig bleiben und auch beruhigend auf den Vierbeiner einwirken. Dann kann man die verletzte Partie vorsichtig untersuchen. Starke Blutungen sollten mit einem Druckverband gestillt, kleinere Wunden gereinigt und verbunden werden. Im Anschluss heißt es, die betroffene Stelle möglichst ruhigzustellen und – sofern der Patient dies zulässt – vorsichtig mit einem in ein Tuch eingewickelten Kühlkissen zu kühlen. Nachdem später die Behandlung eingeleitet ist, sollte der tierische Patient noch möglichst lange geschont werden, bis alle Beschwerden abgeklungen sind.djd