Check-up für die Hausapotheke

Mindestens einmal jährlich sollten die Medikamente in der Hausapotheke einer gründlichen Inspektion unterzogen werden.
Mindestens einmal jährlich sollten die Medikamente in der Hausapotheke einer gründlichen Inspektion unterzogen werden. Foto: djd/Hermes Arzneimittel/ImageSource

Alte Medikamente entfernen und Notwendiges ergänzen

Erkältet, verletzt, den Magen verdorben: Eine gut sortierte Hausapotheke ist häufig der Retter in der Not. Sammeln sich mit der Zeit jedoch immer mehr angebrochene Tuben und Pillenpackungen an, kann der Inhalt des Medikamentenschränkchens zum gesundheitlichen Risikofaktor werden. Selten gebrauchte Mittel, die übereinander geschichtet in einer Schublade ihr Dasein fristen, haben häufig ihr Verfallsdatum überschritten und dürfen nicht mehr eingenommen werden. Mindestens einmal jährlich sollte man die Hausapotheke daher überprüfen, unbrauchbar Gewordenes entfernen und Fehlendes ergänzen. Obwohl Medikamente kein Sondermüll sind und in die Restmülltonne geworfen werden dürfen, ist es sicherer, sie in der Apotheke oder in einem Recyclinghof abzugeben, denn so können keine Kinder daran gelangen.

Verletzt – alles griffbereit?

Vor allem für die Erste-Hilfe-Ausrüstung im Arzneischrank ist es wichtig, den Überblick zu behalten. Denn selbst bei kleineren Verletzungen bleibt keine Zeit, nach den richtigen Verbandsmaterialien und Mitteln zur Wundversorgung zu suchen, geschweige denn Fehlendes zu ersetzen. Neben Pflastern, Mullbinden, Verbandpäckchen, sterilen Kompressen, Einweghandschuhen, einem Dreieckstuch und einer Verbandsschere gehört immer auch ein wirksames rezeptfreies Desinfektionsmittel wie Betaisodona in die Hausapotheke. Denn eine komplikationslose Wundheilung erfolgt zuverlässig meist nur nach richtiger Desinfektion. So bietet der enthaltene Wirkstoff Povidon-Iod ein breites Wirkspektrum gegen Erreger von Wundinfektionen wie Bakterien, Viren, Pilze oder bestimmte Einzeller. Die Anwendung ist schmerzfrei und lässt die mikrobielle Belastung in offenen Wunden deutlich absinken. Praktisch: Ein verblassender Farbindikator zeigt an, ob der Wirkstoff verbraucht ist, dann sollte nachbehandelt werden.

Arzneien richtig aufbewahren

Zwar bewahren viele Menschen ihre Medikamente im Badezimmer auf, doch davon raten Apotheker ab. Grund sei die hohe Luftfeuchtigkeit, die Tabletten, Salben und Pulvern zusetzt. Geeigneter seien trockene und kühle Orte wie etwa ein abschließbarer Schrank im Wohn- oder Schlafzimmer. Grundsätzlich sollten auch bereits angebrochene Medikamente immer in ihrer Originalverpackung einschließlich Beipackzettel aufbewahrt werden. Ist dieser nicht mehr auffindbar, kann das Fachpersonal in der Apotheke weiterhelfen. djd