DIE RÄUBER – Landestheater Schwaben

Premieren und Extras im Dezember

★ PREMIERE:


Die ungleichen Brüder Franz und Karl Moor leiden unter mangelnder Anerkennung des Vaters (-Staat). Der eine von ihnen wird zum intriganten Machtpolitiker, der andere zum Räuber, Straßenkämpfer, Rebell. DIE RÄUBER schildert eine kälter werdende Gesellschaft, an deren Rändern sich Unzufriedenheit, Misstrauen und Gewalt regt und ist damit aktueller denn je.

Sex, Drugs and Rock’n’Roll – Karl hat es mit dem wilden Studentenleben ziemlich übertrieben, steht nun vor einem Berg Schulden und wird sogar polizeilich verfolgt. Er schreibt Graf Maximilian Moor, seinem Vater, um sich zu entschuldigen und von nun an ein geordnetes Leben zu führen. Doch sein Bruder Franz, der unter Liebesentzug des Vaters leidet, ist krankhaft eifersüchtig und manipuliert den Brief. Es kommt zum Eklat: Karl, der einstige Lieblingssohn, wird vom Vater verstoßen.

DIE RÄUBER, Friedrich Schillers erstes Drama, wurde 1782 in Mannheim uraufgeführt und löste dort einen Skandal aus. Mit großer Wildheit erzählt der damals gerade einmal 22jährige Autor von Freiheitsdrang und der Unzufriedenheit einer Jugend mit der Vätergeneration, von Aufbegehren und Radikalisierung, gerechtem und ungerechtem Zorn auf die Gesellschaft, von Erwachsenwerden und Identitätsfindung.


PREMIERE: Freitag, 20. September 2019 – 20:00 Uhr – Großes Haus

Weitere Termine: 22. September, 01., 05., 10. und 16. Oktober.


Inszenierung: Julia Prechsl – Bühne und Kostüme: Birgit Leitzinger – Musik: Fiete Wachholtz – Besetzung: Agnes Decker, Miriam Haltmeier, Elisabeth, Hütter, David Lau, Tobias Loth, Klaus Philipp, André Stuchlik, Regina Vogel, Tim Weckenbrock