Vorsicht vor dem Eichenprozessionsspinner

Die Gefahr durch die giftigen Haare ist während der Raupenzeit am größten.
Die Gefahr durch die giftigen Haare ist während der Raupenzeit am größten. Foto: Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu
(Unterallgäu)

Die Raupen des Falters schlüpfen

Befallene Bäume sollte man meiden

Wer draußen unterwegs ist, sollte sich jetzt wieder vor dem Eichenprozessionsspinner in Acht nehmen und befallene Eichen meiden, rät Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt.

Den Unterallgäuer Gemeinden empfiehlt er, Eichen auf einen Befall zu kontrollieren und eventuell vorhandene Raupen absaugen zu lassen.
„Aufgrund der trockenen Witterung in den vergangenen Wochen kann es bereits jetzt zum Auftreten des Eichenprozessionsspinners kommen“, sagt Orf. Er vermutet, dass die Raupen des Falters heuer schon früher schlüpfen und die für den Menschen gefährlichen Brennhaare entwickeln. Im vergangenen Jahr war der Eichenprozessionsspinner vor allem im nördlichen Landkreis zu finden. „Es ist aber davon auszugehen, dass er sein Verbreitungsgebiet sukzessive nach Süden erweitert.“

Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um eine Schmetterlingsart, die ihre Eier auf Eichen ablegt. Die Gefahr durch die Brennhaare ist während der Raupenzeit bis Juli am größten. Die Haare können beim Menschen zu allergischen Reaktionen führen und sind nicht nur bei direktem Kontakt gefährlich. Da sie leicht abbrechen, können sie auch über die Luft übertragen und eingeatmet werden.


Zum Bild: Die Raupe des Eichenprozessionsspinners bildet Gespinste am Stamm und in Astgabeln von Eichen. Die Gefahr durch die giftigen Haare ist während der Raupenzeit am größten. In den Nestern bleiben sie aber über Jahre giftig. Foto: Markus Orf/Landratsamt Unterallgäu