Verbindungen ins Kleinwalsertal und nach Jungholz wieder öffnen

Landrätin Indra Baier-Müller mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz
Landrätin Indra Baier-Müller mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Foto: Landratsamt Oberallgäu
(Oberallgäu)

Landrätin unterstützt das Anliegen der Nachbargemeinden beim Besuch des österreichischen Bundeskanzlers

Im Rahmen des Besuchs des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz waren auch Landrätin Indra Baier-Müller und Oberstdorfs Bürgermeister Klaus King zu einem Gespräch eingeladen.

Dabei ging es vor allem um das Anliegen der Gemeinden Mittelberg und Jungholz, die Verbindungen ins Oberallgäu möglichst kurzfristig wieder ohne Einschränkungen zu ermöglichen und die Hotels und Tourismusrichtungen im Gleichklang mit den bayerischen Regelungen zu öffnen. Beide Gemeinden sind bekanntermaßen nur über deutsches Staatsgebiet zu erreichen und auf die direkte gesellschaftliche und wirtschaftliche Anbindung an das Oberallgäu angewiesen.

„Die Forderungen unserer beiden Nachbargemeinden Mittelberg und Jungholz auf kurzfristige Ausnahme von der Bayerischen Einreise-Quarantäne-Verordnung und Aufhebung der Quarantänepflicht bei der Rückreise nach Deutschland sind verständlich und nachvollziehbar. Ich kann diese Bemühungen aus Sicht des Landkreises Oberallgäu nur unterstützen“, so die neue Landrätin.

Neben der österreichischen müssten auch auf deutscher Seite die derzeit noch geltenden Einreisebeschränkungen in Bezug auf die Zollanschlussgebiete Kleinwalsertal und Jungholz näher beleuchtet werden. Umso erfreulicher sei, dass sich die bayerische Staatsregierung wohl noch diese Woche mit der Empfehlung der Bundesregierung befassen und über eine Modifizierung der Quarantäneverordnung befinde wolle.

Bislang sieht die bayerische Einreise-Quarantäneverordnung auch bei Einreisenden aus dem Kleinwalsertal oder Jungholz eine 14-tägige Quarantäne vor, sofern es sich nicht um Berufspendler und Schüler handelt oder andere triftige Gründe für die Grenzüberquerung vorliegen (beispielsweise Arztbesuche oder Einkauf von Lebensmitteln).

Zwar wird die Bundespolizei an den deutschen Grenzübergängen ab kommendem Wochenende nicht mehr dauerhaft, sondern nur noch stichprobenartig kontrollieren. Reisende brauchen aber weiterhin einen „triftigen Einreisegrund“, nur für Reisen aus familiären Gründen soll es zusätzliche Erleichterungen geben. Derzeit strebt die deutsche Bundesregierung eine Aufhebung der corona-bedingten Grenzkontrollen zum 15. Juni an.


Zum Bild: Landrätin Indra Baier-Müller mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz (Foto: Landratsamt Oberallgäu)