Sommerakademie für internationale Pädagoginnen in Kaufbeuren

Sommerakademie für internationale Pädagoginnen in Kaufbeuren
Sommerakademie für internationale Pädagoginnen in Kaufbeuren. Foto: Stadt Kaufbeuren
(Kaufbeuren)

Sommerakademie für internationale Pädagoginnen in Kaufbeuren

Fach- und Ergänzungskräfte aus dem Ausland sind für die städtischen Kindertageseinrichtungen eine Unterstützung, um den stetig wachsenden Personalbedarf zu decken.

Damit sich die Pädagoginnen besser in den Arbeitsalltag einfinden und in Kaufbeuren wohl fühlen, veranstaltete die Fachberatung der Stadt Kaufbeuren eine einwöchige Sommerakademie mit angepassten Themen.

Der bayerische Bildungs- und Erziehungsplan, die Bildungsleitlinien, kindliche Bedürfnisse, Sexualpädagogik, Beobachtung und Eingewöhnung – das sind nur einige von vielen Themen, die für die internationalen Fach- und Ergänzungskräfte der städtischen Kindertageseinrichtungen in der letzten Augustwoche bei der Sommerakademie auf dem Plan standen. Unter dem Motto „Pädagogisch fit in den städtischen Kindertageseinrichtungen in Kaufbeuren“ stellten die Fachberaterinnen der Stadt Kaufbeuren, Ulrike Villa-Fuchs und Katharina Latysch gemeinsam mit der Dozentin Kerstin Müller, ein Programm für eine ganze Woche zusammen. „Unsere Pädagoginnen aus dem Ausland sind unglaublich motiviert, engagiert und wissbegierig. Da haben wir überlegt, wie wir sie nachhaltig unterstützen können“, so Ulrike Villa-Fuchs über das Zustandekommen der Sommerakademie.

Aus ehemals Portugal, Ungarn, Bosnien-Herzegowina, Georgien, dem Irak und Brasilien stammen die in Deutschland lebenden 8 Fach- und Ergänzungskräfte, deren pädagogische Ausbildung mit Sprachnachweis gleichwertig anerkannt werden konnte und die zwischen einem Monat und dreieinhalb Jahren in Kaufbeuren im Einsatz sind. „Ich möchte den Ansprüchen und dem mir entgegengebrachten Vertrauen gerecht werden, fühle mich in manchen Situationen aber unsicher. Die letzten Tage haben mir sehr geholfen, mich sicherer im Umgang mit Kindern und Eltern zu fühlen,“ berichtet Elen, die ursprünglich aus Brasilien stammt. Die Sommerakademie gibt nicht nur praktische Strategien für den Alltag an die Hand, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Integration. Der intensive Austausch der Pädagoginnen untereinander mit fachlicher Begleitung in einem geschützten Umfeld ist sonst weniger möglich, da die Pädagoginnen alle in unterschiedlichen Einrichtungen arbeiten.

Es gibt auch Gemeinsamkeiten der pädagogischen Grundsätze und Erziehungspläne der Heimatländer im Vergleich zu den Bayerischen Leitlinien und zum Bildungs- und Erziehungsplan. Im Fokus stehen immer das Kind und seine angemessene Entwicklungsbegleitung in der Kindergruppe. „ Hier gibt es aber noch viel mehr Richtlinien und Details, die wir beachten und wissen müssen“, erzählt Tea aus Georgien. Umso bedeutender ist die Sommerakademie für die jungen Frauen, die allesamt sehr gut Deutsch sprechen.

Ulrike Villa-Fuchs fühlt sich durch das durchweg positive Feedback bestärkt auch zukünftige Sommerakademien für Fachkräfte mit internationalen Abschlüssen zu veranstalten. Die Pädagoginnen bedankten sich geschlossen von ganzem Herzen bei den Organisatorinnen und der Dozentin für diese spezielle Themenwoche.


In den Räumlichkeiten der Zweigstelle in der Hüttenstraße war genug Platz um den Workshop nach den geltenden Hygienevorschriften im großen Stuhlkreis umzusetzen. Foto: Stadt Kaufbeuren