77 Bäume mehr im Unterallgäu

Mehr Bäume für den Klimaschutz: 40 Gemeinden haben sich beteiligt
Mehr Bäume für den Klimaschutz: 40 Gemeinden haben sich beteiligt. Foto: Brigitte Fischer/Landratsamt Unterallgäu
(Unterallgäu)

Mehr Bäume für den Klimaschutz: 40 Gemeinden haben sich beteiligt

77 Bäume mehr wachsen bald dank des Projekts „Mehr Bäume für den Klimaschutz“ im Unterallgäu. Wieder konnten Gemeinden über die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu Bäume bestellen – vorzugsweise den Baum des Jahres. Das ist heuer die Robinie. 40 Gemeinden beteiligten sich.
Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt, beriet die Gemeinden bei der Wahl der Bäume und des Standorts. Die Bestellung ist nun abgeschlossen, im Herbst können die Gemeinden ihre Bäume an den Bauhöfen in Mindelheim und Ottobeuren abholen. Einen Baum je Gemeinde zahlt die Fachstelle für Klimaschutz.
Seit 2014 gibt es das Projekt „Mehr Bäume für den Klimaschutz“. Die Fachstelle für Klimaschutz und der Fachbereich Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Unterallgäu wollen damit auf die besondere Bedeutung von Bäumen für Natur und Mensch aufmerksam machen. Sie werden bei der Aktion tatkräftig von den Mitarbeitern der städtischen Bauhöfe unterstützt.
Normalerweise findet jedes Jahr am Tag des Baumes, 25. April, eine feierliche Auftaktveranstaltung zu der Aktion statt, um den jeweilige Baum des Jahres zu pflanzen. Diese hätte heuer im Kindergarten St. Josef in Oberneufnach stattfinden sollen, musste aber aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden. Trotzdem hat die Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu einen Apfelbaum für den Kindergarten gestiftet – ausnahmsweise nicht den Baum des Jahres, da Blätter, Rinde und Samen der Robinie für den Menschen giftig sind.

Über die Robinie
Die Robinie hat ihren Ursprung im östlichen Nordamerika. Aufgrund ihres dekorativen Erscheinungsbildes wird sie hierzulande unter anderem in Parks und Gärten gepflanzt. Sie braucht viel Licht und kommt gut mit trockenen und mageren Böden zurecht. Als Pioniergehölz breitet sie sich rasch aus und findet sich zum Beispiel häufig entlang von Bahndämmen oder Straßenböschungen.
Die Robinie, auch falsche Akazie genannt, ist eine sommergrüne Baumart und zählt zur Familie der Lippenblütler. Etwa ab dem sechsten Jahr bildet sie hängende Blütentrauben mit weißen, duftenden Blüten aus – bei Bienen sehr beliebt. Hieraus entstehen fünf bis zehn Zentimeter lange schwarzbraune Hülsenfrüchte.

Zum Bild: Diese stattliche Robinie steht bei Weilbach, einem Ortsteil von Pfaffenhausen. Foto: Brigitte Fischer/Landratsamt Unterallgäu