Gäste aus Salzburg informieren sich über Wohnberatung im Unterallgäu

Gäste aus Salzburg informieren sich über Wohnberatung im Unterallgäu
Gäste aus Salzburg informieren sich über Wohnberatung im Unterallgäu. Foto: Eva Büchele/Landratsamt Unterallgäu
(Unterallgäu)

Gäste aus Salzburg informieren sich über Wohnberatung im Unterallgäu

Die Wohnberatung im Landkreis Unterallgäu in Kooperation mit der Stadt Memmingen hat inzwischen Vorbildcharakter für andere Regionen.

So kamen kürzlich fünf Vertreter der Geschäftsleitung des Hilfswerks Salzburg nach Mindelheim, um sich über das Projekt zu informieren. In einer Broschüre des Bayerischen Sozialministeriums hatten sie von der Wohnberatung im Unterallgäu gelesen und festgestellt: Das Bundesland Salzburg in Österreich weist einige Parallelen zum Landkreis Unterallgäu auf – zum Beispiel die ländliche Struktur. Zudem zeichnet die Wohnberatung im Unterallgäu aus, dass sie bereits beim Neubau den Kontakt zum Bauherrn sucht und so vorausschauendes Bauen fördert.

Die Leistungen des Hilfswerks Salzburg reichen von der Hauskrankenpflege über Heimhilfe bis hin zur Kinderbetreuung und Jugendarbeit. Nun sei angedacht, auch eine Wohnberatung aufzubauen, um Menschen Zuhause aufzusuchen – wie im Unterallgäu. Bislang biete das Hilfswerk Beratungen für pflegende Angehörige in einer Musterwohnung an, berichteten die Gäste.

Birgitt Singer, die am Landratsamt Unterallgäu die Wohnberatung koordiniert, stellte das Angebot vor und beantwortete die zahlreichen Fragen. Die Wohnberatung ist aus dem Seniorenkonzept des Landkreises Unterallgäu hervorgegangen. Denn eine Befragung hatte ergeben: Viele Unterallgäuer Bürger wollen in den eigenen vier Wänden alt werden. Als Pluspunkt betonte Singer, dass bei der hiesigen Wohnberatung viele Wohlfahrtsverbände mit im Boot sind, zu denen Menschen in Notsituationen auch aus anderen Gründen Kontakt suchen, zum Beispiel Caritas, Diakonie, Regens Wagner und viele andere.

Singer betonte aber auch: Die Wohnberatung ist nicht nur Ansprechpartner in schwierigen Lebenssituationen, sondern berät grundsätzlich, wenn es ums Bauen geht – auch bei Neubauten oder der Ausweisung von Baugebieten. „Ich rate den Menschen immer, sich Lebenshäuser zu bauen“, so Singer. Beim Bauen und Umbauen gehe es darum, dass man komfortabel in seinen eigenen vier Wänden lebt, auch wenn sich die Lebenssituation ändert – von der Geburt des ersten Kindes bis ins hohe Alter oder auch in Zeiten von Krankheit oder bei Verletzungen.
Nach einem fruchtbaren Austausch versprachen die Gäste aus Österreich, die Unterallgäuer über den Fortschritt ihrer Pläne auf dem Laufenden zu halten und luden zum Gegenbesuch ein.


Im Bild (von links): Manfred Feichtenschlager, Leiter der Abteilung Soziale Arbeit beim Hilfswerk, Daniela Gutschi und Hermann Hagleitner, Geschäftsführung des Hilfswerks, Dr. Maria Bachmaier, Abteilungsleiterin am Landratsamt Unterallgäu, Birgitt Singer, Koordinatorin der Wohnberatung am Landratsamt Unterallgäu, Marlene Wörndl, Mitarbeiterin der Fachabteilung Soziale Arbeit beim Hilfswerk, und Klemens Manzl. Regionalstellenleiter des Hilfswerks Stadt Salzburg. Foto: Eva Büchele/Landratsamt Unterallgäu