Gärten müssen summen

Hummeln sind häufige Besucher von Korbblütlern.
Hummeln sind häufige Besucher von Korbblütlern. Foto: djd/www.as-garten.de/Nel Botha/Pixabay

Mit diesen Pflanzen hilft man Insekten beim Überleben

Es steht schlecht um Insekten. Immer häufiger alarmieren Studien über die dramatischen Verluste sowohl im Artenreichtum als auch in der Biomasse. Das hat drastische Folgen für das Ökosystem – die Pollenträger sind unter anderem wichtige Nützlinge in der Forst- und Landwirtschaft und stellen einen Großteil der menschlichen und tierischen Ernährung sicher. Ohne Bienen und Co. wäre aber auch unser subjektives Naturerleben um einiges ärmer. Wie traurig wäre ein Sommer ohne das tiefe Brummen der Hummeln, den luftigen Tanz der Schmetterlinge oder den glücksbringenden Marienkäfer auf der Hand. Naturfreunde und Gartenbesitzer können durch eine insektenfreundliche Bepflanzung viel dazu beitragen, dass es bei uns weiterhin summt, schwirrt und krabbelt.

Mekka für Biene und Co.

Der Sommerflieder beispielsweise bietet eine gute Gelegenheit, Tagpfauenauge, Admiral, Taubenschwänzchen und andere hübsche Schmetterlinge aus der Nähe zu betrachten. Mit ihrem Saugrüssel tauchen sie tief in die langen Röhrenblüten ein, um an den süßen Nektar zu gelangen. In der Zwergvariante ist der Sommerflieder auch als Kübelpflanze geeignet. Damit die Raupen der Schmetterlinge Nahrung finden, sollte man die eine oder andere Ecke im Garten einfach mit Brennnesseln, Disteln und anderem „Unkraut“ verwildern lassen.

Bienen fliegen besonders gerne auf Wildblumen, zu denen Schafgarbe, Wiesensalbei und Natternkopf gehören. Wer keinen Platz für eine großflächige Blumenwiese hat, kann auch seinen Ziergarten mit Phlox, Sonnenhut und Schmuckkörbchen bienenfreundlich gestalten. Weitere Pflanzvorschläge gibt es zum Beispiel unter www.as-garten.de in der Themenwelt „Bienenzeit“. In Steingärten sind Bodendecker mit attraktiven Blüten oder Lavendelbüsche ein hübscher Anblick und gleichzeitig eine attraktive Bienenweide. Solitär lebende Hautflügler finden außerdem in den Ritzen zwischen den Steinen geeignete Brutplätze.

Treffpunkt für durstige Insekten

Wichtig ist, den Insekten mit mittel-, früh- und spätblühenden Blumen und Stauden das ganze Jahr hindurch eine Nahrungsquelle zu bieten. Andrea Sieberz-Otto vom Pflanzenfachhandel Ahrens + Sieberz gibt noch einen weiteren Tipp: „Kaum einer weiß es, aber Bienen stehen ganz besonders auf Kräutergärten. Pflanzen Sie Salbei, Lavendel, Oregano und Thymian und Ihr Garten wird zum Bienenmekka.“ In den heißen, trockenen Sommermonaten sind Teiche und dekorative Tränken ein beliebter Treffpunkt für durstige Insekten. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Gefäße nur flach mit Wasser gefüllt sind oder es im Teich genügend Flächen zum Festhalten gibt, wie größere Steine am Wasserrand oder Schwimmpflanzen. djd