„Die Bude ist voll“

„Die Bude ist voll“ – so originell geht Besucherreglung im Schwäbischen Bauernhofmuseum. Bild: Tanja Kutter/Bauernhofmuseum
„Die Bude ist voll“ – so originell geht Besucherreglung im Schwäbischen Bauernhofmuseum. Bild: Tanja Kutter/Bauernhofmuseum
(Unterallgäu-Illerbeuren)

Das Schwäbische Bauernhofmuseum Illerbeuren startet mit originellen Aktionen und Themen in die Sommersaison

Den Begriff „Freilichtmuseum“ nimmt das Schwäbische Bauernhofmuseum in Illerbeuren (Landkreis Unterallgäu) in diesem Sommer sehr wörtlich. „Das Gros unserer Veranstaltungen wird im Freien stattfinden“, erläutert Museumsleiter Dr.-Ing. Bernhard Niethammer das neue Programm.

Auf dem zwölf Hektar großen Gelände sind in diesem Jahr zahlreiche handwerkliche und hauswirtschaftliche Vorführungen, museumspädagogische Aktionen sowie eine neue Sonderausstellung geplant. Unter dem Motto „Jeden Tag Programm“ wagen die Museumsmacher den Spagat zwischen pandemie-getriebenen Hygieneregeln und dem Auftrag, ein breit gefächertes Programm für die ganze Familie und alle Altersgruppen zu bieten.

Apropos Familien: Auf sie wartet ein besonderes Schmankerl. Familien in der Größe eines Hausstandes können eines der über 30 historischen Gebäude des Museumsdorfs exklusiv besuchen. Dann heißt es „die Bude ist voll“. Ein gleichlautendes Schild am Eingang signalisiert diese besondere Form der Besucherregelung.

„Jeden Tag Programm“

„Natürlich ist dieser Sommer eine Herausforderung für unser ganzes Team“, erläutert Museumsleiter Dr.-Ing. Niethammer. Gemäß dem Motto „Jeden Tag Programm“ versuche man, täglich Aktionen, Vorführungen und Programme zu bieten. Da laden die Töpfer oder Bürstenmacher ein, ihnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, da bearbeiten Steinmetze ihren robusten Werkstoff. Spezielle Kinder- und Themenführungen stehen ebenso auf der Agenda wie die Reihe „Schaff mer was mitanand: Anpacktage im Museum“, an denen kleine und große Besucher in der Landwirtschaft aktiv tätig werden können.

Neues Leben für alte Säge

Zu den Höhepunkten des Illerbeurer Sommers zählen das neue alte Sägewerk und die Sonderausstellung „FrauenGestalten“. Im Mai wird das liebevoll wieder aufgebaute historische Holzsägewerk aus Altusried, dessen Ursprünge im frühen 19. Jahrhundert liegen, im Landkreis Oberallgäu im Museum zu neuem Leben erweckt. Premiere feiert dazu in der Säge eine neue Dauerausstellung zur Geschichte der Mühlen in Schwaben. Unter dem Titel „Sichtbar gemacht: FrauenGestalten“ beginnt Ende Juni eine neue, auf zwei Jahre angelegte Sonderausstellung, die beeindruckende Frauenschicksale darstellt. Gestartet wird die Outdoor-Schau mit drei Porträts, denen weitere folgen werden.

Ausgebaut wurden auch die digitalen und virtuellen Möglichkeiten eines Museumsbesuchs. Mittels interaktiver 360-Grad-Rundgänge, Smartphone-Touren und Video-Tutorials kann man kostenfrei von daheim aus einen Blick in das älteste Freilichtmuseum Bayerns werfen. „Dieses Angebot werden wir“, so erläutert Museumsleiter Dr.-Ing. Bernhard Niethammer, „Schritt für Schritt weiter ausbauen.“

Nach derzeitigem Stand der Planung öffnen sich die Pforten des Museums für die Besucher wieder am 30. März.

Mehr Infos unter: www.bauernhofmuseum.de