Beruflich gegen Hacker kämpfen

Wer im Dienst der Bundesrepublik Deutschland arbeiten möchte, braucht ein solides Grundlagenwissen. Foto: djd/Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung/Sosan Aslami
Wer im Dienst der Bundesrepublik Deutschland arbeiten möchte, braucht ein solides Grundlagenwissen. Foto: djd/Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung/Sosan Aslami

Dual bei der Hochschule und in Behörden studieren

Es klingt nach einem Bestseller-Krimi, ist aber doch Realität: Immer wieder greifen Hacker die deutsche Bundesregierung und die dazugehörigen Organe an. Im Mai 2015 beispielsweise wurde ein Fall publik, bei dem die gesamte IT-Struktur des Bundestags von außen lahmgelegt wurde. Computer waren mit Spionagesoftware infiziert, ebenso ein Rechner im Bundestagsbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Um die Attacke zu stoppen, musste das gesamte Parlament über Tage offline bleiben. Damit so etwas nicht noch einmal passiert, fuhr man die Sicherheitsvorkehrungen hoch. Zudem werden seitdem beständig Nachwuchskräfte speziell in den Feldern Informationssicherheit und Cyber Security hochwertig ausgebildet. Den passenden dualen Diplomstudiengang „Digital Administration and Cyber Security (DACS)” können angehende Fachkräfte an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung belegen.

Datenschutz oder digitale Verwaltung

Bis zu 1.500 Euro monatlich verdienen ambitionierte Karriereeinsteiger in diesem Studiengang. Beginn eines neuen Semesters ist jeweils halbjährlich zum April und Oktober. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem IT-Forensik und Kryptografie, aber auch IT-Management und öffentliches Recht. Doch welchen Schwerpunkt sollte man setzten? Das darf man nach den persönlichen Interessen entscheiden. Zur Wahl steht entweder ein Fokus auf Internetsicherheit, IT-Forensik und Datenschutz oder aber auf den Bereich Digitale Verwaltung. Unter www.hsbund.de/dacs können interessierte Schulabsolventen nachlesen, welche genauen Inhalte die beiden Zweige jeweils haben. Neben den vier Theoriesemestern im nordrhein-westfälischen Brühl nahe Köln absolviert jeder Studierende zwei Semester praktische Ausbildung in einer Bundesbehörde. Das kann das Bundesamt für Verfassungsschutz sein, die Bundespolizei oder auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Eine Bewerbung wird ausschließlich online entgegengenommen.

Für Sachbearbeiter im gehobenen Dienst

Unter www.rgz24.de/Karrierestart gibt es weitere Infos zu den Möglichkeiten, eine Karriere beim Bund zu starten. Wer zum Beispiel gerne in der Verwaltung des Bundes, jedoch eher im nicht-technischen Bereich arbeiten möchte, kann sich alternativ für den Diplomstudiengang „Verwaltungsmanagement“ am Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung (AIV) der Hochschule des Bundes bewerben. Die Absolventinnen und Absolventen werden überwiegend als Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter zum Beispiel im Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik oder im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eingesetzt. djd